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Dysgnathie

Risiken

Wie alle chirurgischen Eingriffe sind auch Kieferoperationen nicht ohne Risiken. Im Vergleich sind sie jedoch relativ selten und werden in den weitaus meisten Fällen gut überstanden. Fragen Sie im Aufklärungsgespräch nach allem was Sie noch wissen möchten. Hier nennen wir Ihnen die häufigsten Risiken:

- Nachblutungen im Anschluss an die Operation sind durch Aufbisstupfer oder Tamponaden meist gut zu behandeln.

- Schwellungen sind etwa denen nach Weisheitszahnentfernung vergleichbar. Die Schmerzen sind eher geringer.

- Der intraoperative Blutverlust ist so gering, dass wir in unseren zahlreichen Fällen (über 5.000) keine Bluttransfusionen geben mussten. Auf Wunsch des Patienten kann aber eine Eigenblutspende bereitgestellt werden.

- Die Umstellung des Unterkiefers kann Gelenkbeschwerden, die bereits vorher bestanden, vorübergehend verstärken. Sie klingen meist von selbst wieder ab. Bei der kieferorthopädischen Nachbehandlung muss dieses Problem ggf. berücksichtigt werden.

- Nervschädigungen oder sogar Durchtrennungen lassen sich bei sorgfältigem Arbeiten des Operateurs vermeiden und sind nach einer 3D-Röntgendiagnostik weniger wahrscheinlich, weil der Nervverlauf dann genau bekannt ist. Wo ein Nerv gefährdet werden könnte, präparieren wir ihn frei, so dass er sich deutlich sichtbar darstellt und sicher geschont werden kann. Durch die Knochenverschiebung kann es jedoch besonders im Unterkiefer zu einer Nervendehnung und damit Irritation kommen. Dies äußert sich in einer zeitweiligen Gefühlsstörung der Unterlippe, die sich normalerweise nach 2 – 3 Monaten vollständig zurückgebildet hat. Die Mimik ist dadurch aber nicht beeinträchtigt, d. h. nur Sie selbst nehmen dieses Problem wahr. In sehr seltenen Fällen bleibt ein kleines Hautareal im Bereich der Unterlippenseiten gefühlsvermindert. Auch dies hat keinen Einfluss auf die Beweglichkeit der Unterlippe.

- Da die Mundhöhle bei jedem Menschen mit Keimen besiedelt ist, kann es nach der Operation zu einer Wundinfektion kommen. Durch eine intensive Mundhygiene nach jeder Mahlzeit kann dieses Risiko deutlich vermindert werden. Falls es doch zu einer Infektion kommt, hat dies für die Stabilität des Ober- und Unterkiefers keine langfristigen Auswirkungen. Die Wundheilung ist dann lediglich um 1 – 2 Wochen verzögert.

schematische Darstellung eines im Wachstum zurückgebliebenen Unterkiefers
Korrektur durch Distraktionsosteogenese (Verlängerung)
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