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Dysgnathie

Operation

Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose. Bei der Unterkieferverlagerung wird zur Sicherung der Kiefergelenksposition mit dem Ausgangssplint die korrekte Lage der gelenktragenden Unterkieferäste eingestellt und diese am Oberkiefer fixiert.

Danach wird der zahntragende Kieferbogen abgetrennt, mittels Zielsplint in die geplante korrekte Position eingestellt und mittels Drahtverschnürung am Oberkiefer befestigt. Anschließend wird er wieder mit den gelenktragenden Kieferästen in einer speziellen gelenkschonenden Technik (Tandemverschraubung nach Lindorf) fest verschraubt. Bei dieser Verschraubung handelt es sich um eine besonders stabile und damit weniger rezidivanfällige Verbindungstechnik im Vergleich zu der sonst oft verwendeten nur oberflächlich aufgeschraubten (monocortikalen) Überbrückungsplatte. Die Tandemverschraubung ist nervschonend, erfordert einen kleineren chirurgischen Zugang (minimal invasiv) und vermeidet weitestgehend die Verlagerung der Gelenkköpfe. In der Regel wird sie durch einen winzigen Zugang durch die Wange mit der bewährten Bohr- und Schraubhilfe nach Lindorf durchgeführt. Mit unserem neu entwickelten Instrumentarium (enorale Bohr- und Schraubhilfe nach Lindorf) ist sie aber auch komplett enoral, d. h. im Mund möglich. Zuletzt werden die Gelenkbefestigungen und die Drahtverschnürung entfernt. Jetzt ist der Mund wieder frei beweglich.

Bei der Oberkieferosteotomie wird ähnlich vorgegangen. Der Kiefer wird oberhalb der Zahnwurzeln durchtrennt und vom Knochengerüst gelöst. In der neuen Stellung wird er ähnlich wie bei der Unterkieferosteotomie über einen zuvor angefertigten Einstellsplint am Unterkiefer festgeschnürt und dann beiderseits mit je einer über die Knochenspalten gelegten Titanplatte (Le Fort I-Platte nach Lindorf) am Knochenskelett befestigt. Dann wird die Verschnürung wieder gelöst.

Wenn eine Korrektur beider Kiefer erforderlich ist, wird mit einem schrittweisen Vorgehen mit der Doppelsplintmethode nach Lindorf eine schädelbezügliche Einstellung des Gebisses erreicht und so die dreidimensionale Planung in einem einzigen chirurgischen Eingriff exakt umgesetzt. Im Oberkiefer kann zur Verbesserung der Knochenheilung und Erhöhung der Stabilität eine Knocheneinlagerung im Spaltbereich (GBR-Technik) erfolgen.

OP-Team Professor Lindorf
Kalibrierte Präzisionsplatten (nach Lindorf) für kieferorthopädische Operationen
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